(Wirkungslose) Alternativen Spezial – Infopathietherapie

Boah, erst der zweite Text und ich hab‘ schon keine Lust mehr, weil das angebliche Heilverfahren mal wieder so dermaßen abgehoben ist, dass man glauben könnte, es wäre Satire. Aber keine Angst, bis Sonntag halte ich das durch.

Kommen wir aber erstmal wieder zum Referenten, der ebenfalls einen eigenen Psiram-Eintrag genießt (und ich gehe jede Wette ein, dass das in den nächsten Tagen eine Art Standarteinleitung wird…)
Aber kommen wir nun erstmal zu seiner Biografie auf der SoH-Seite:

„Ekkehard Sirian Scheller entspringt der Hamburger Familiendynastie der “Kräutermayers” […]. Sein Interesse an der Naturheilkunde wurde ihm sozusagen schon in die Wiege gelegt. Im Dunkelfeldmikroskop beobachtet Ekkehard Sirian Scheller seit 1995 die Veränderungen des Blutmilieus. […] Er ist unter anderem Autor des Buches “Candidalismus” und gilt als „Problemlöser“ bei chronischen und Autoimmunerkrankungen, Krebs, allen Arten von getarnten (camouflierten) Borreliose Formen, sowie Candida Pilze. Auch Morgellons in allen Stadien gehören zu seinem täglichen Repertoire. Durch die laufenden Seminare über die neue Dunkelfeldmikroskopie und die Quantum Response / Radionik nach Bruce Copen, bildet sich aktuell eine “Schule” mit den Inhalten seiner Entdeckungen.“

Gleich zu Anfang: Ich hab‘ auch keine Ahnung, was Blutmilieus sein sollen. Auf jeden Fall hat’s irgendwas mit dem pH-Wert, Mineralien und Vitaminen zu tun.
Radionik ist wohl ein Heilverfahren, das auf der Annahme basiert, man könne Menschen mit Radiowellen heilen.
Quantum Response ist, ach wisst ihr was, ich lasse euch mal diesen Link hier da, das muss man einfach mal selbst gelesen haben. Ich könnte es in eigenen Worten nicht eindrucksvoller zusammenfassen: http://www.thomaseichhorn.eu/beratungen/quantum—stupertuning/index.php

Aber um all diese Heilverfahren soll es ja nicht gehen. Hier dreht sich alles um Infopathie.
Schauen wir uns doch erstmal an, was passieren muss, damit man jemanden mittels der Infopathie heilen kann.

Zu allererst muss man sich mal mit dem Pilz „Candida albicans“ infizieren, der eine Krankheit namens Kandidose auslösen kann. Kann. Wohlgemerkt. Denn die meisten Menschen tragen diesen Pilz im Körper mit sich rum, ohne dass sie an Kandidose erkranken. Diese Erkrankung verhält sich opportunistisch, das heißt, sie schlägt erst dann zu, wenn das Immunsystem ohnehin stark beeinträchtigt ist (wie z.B. bei Aids, Tumoren oder auch nach der Gabe von Antibiotika).
Für gewöhnlich sorgt die Kandidose für eine Art oberflächlichen Belag auf der Haut, oder den Schleimhäuten, der für gewöhnlich harmlos und leicht entfernbar ist. In einigen Fällen kann sich der Pilz allerdings auch als aggressiv erweisen und die inneren Organe befallen, was meist zu schwerwiegenden Erkrankungen führt.
So viel zu den richtigen Erkenntnissen. Die Esoteriker machen sich allerdings ihre Welt, wie sie ihnen gefällt.
Laut Scheller mutieren die Candida-Pilze, sobald man versucht, diese mittels Antibiotika oder Antimykotika zu behandeln. Diese Mutation nennt er „camouflierte Candidapilze (oder auch C-Candidapilze)“.
Camoufliert heißen sie deshalb, weil das Immunsystem diese angeblich nicht erkennen kann, wodurch die mutierten Pilze im Blut mehr oder weniger unbemerkt kleine Bläschen bilden können (sogenannte Symbionten), die sich dann weiter vermehren. Zum Überleben brauchen diese Symbionten wohl nur Glucose. Durch die Vergärung dieses Blutzuckers sollen Säuren, Toxine und Mykotoxine entstehen, die der Pilz nutzt, um sich ein angenehmes und unentdecktes Leben im Blut machen zu können. Mit der Erkrankung an diesen C-Candidapilzen soll wohl auch eine signifikante Unterfunktion der Leber assoziiert sein, was zur Folge hat, dass die Ausleitung von Schwermetallen aus Leber und Nervenzellen durch die Pilze verhindert wird.

Aber zum Glück gibt es dagegen ja die Infopathie, die für eine Heilung sorgen soll.

Um zu erklären, wie Infopathie heilt, schauen wir uns kurz ‚ne andere Erkrankung an.
Morgellons. Morgellons ist ein Krankheitsbild ähnlich dem des Dermatozoenwahns, bei dem man sich vorstellt, dass Tiere unter der eigenen Haut entlangkrabbeln. Nur sind es in diesem Fall keine Insekten, die sich unter der Haut bewegen, sondern bunte Fasern, Fäden oder Hyphen (fadenförmige Pilzzellen), die durch die Haut hindurch wachsen sollen. In beiden Fällen handelt es sich natürlich nicht um eine reale, physische Erkrankung, sondern um eine reale, psychische. Medikamente zielen also nicht darauf ab, die Tiere oder Fäden zu entfernen, sondern die Psychose zu behandeln.
Aber wenn man den Infopathie-Anhängern glauben kann, dann sind Morgellons eine reale Krankheit, die wir, die böse Wissenschaft, natürlich noch gar nicht anerkannt haben.
Kommen wir aber mal dazu, wie man mit Infopathie heilt. Oder eher: Wie ich mir das zusammenreime, denn eine direkte Erklärung der Heilwirkung konnte ich natürlich nicht finden. Aber allem Anschein nach sind das Informationen, die auf gewisse Weise codiert werden. Man nimmt diese Informationen also entweder als Tropfen, Sprays oder informierte Zeolithen auf.
(Zeolithen sind übrigens ziemlich interessante Feststoffe mit einer ziemlichen Anwendungsbreite. Unter anderem auch zur Herstellung von Waschmitteln. Aber lest selbst.) Zeolithe werden von Esoterikern außerdem benutzt, um Toxine aus dem Körper auszuleiten. Im Zweifel kann man aber auch informierte Schmuckstücke benutzen, um die Schwingungen im Körper zu stabilisieren. Welche Informationen die Schmuckstücke genau tragen, und wie sie die jetzt genau welche Schwingungen im Körper stabilisieren, erwähnt hier natürlich auch niemand, aber Fakten sind an diesem Wochenende in Kassel ja auch eher ein unwillkommener Gast.

Verdammt, die Zeit wird wieder knapp. Nun kann ich ja gar nicht erklären, wieso das ganze Konzept relativ unglaubwürdig ist. Sowas aber auch. Dann wisst ihr ja gar nicht, ob es nicht doch wahr sein könnte, was dort alles behauptet wird! :O

Aber ich mach’s kurz. Das Prinzip ist Quatsch. Wenn man den Pilz mittels Antimykotika behandeln will, mutiert er sicherlich nicht. Und selbst wenn doch, dann findet ihn das Immunsystem. Eine Mutation macht ihn schließlich nicht unsichtbar. Und selbst wenn das Immunsystem versagt, findet man den Pilz sicher bei einer Blutuntersuchung, denn auf irgendwas muss er ja reagieren. Und die angeblich verringerte Leberaktivität sollte sich auch bemerkbar machen. Wäre ja komisch, wenn man für einen rapiden Anstieg an Lebererkrankungen einfach keine Ursache fände und niemand drauf käme, dass ein Pilz schuld sein könnte. Außerdem sind Morgellions eine rein psychische Erkrankung, Zeolithe können nix ausleiten und Schmuckstücke für Schwingungsstabilisation ist auch…ja.
Ach, und könnte mir mal jemand erklären, was Informationen bei den Esos eigentlich sein sollen?
Vermutlich nicht.

Bevor wir hier endgültig Schluss machen, gibt’s noch ein kleines Video, das sich auch mit dem Pilz beschäftigt, der hier gerade Thema war. Für alle, die noch ein bisschen mehr darüber lernen wollen, seien die ersten 1:50 Minuten des folgenden Videos empfohlen (der Rest ist natürlich auch empfehlenswert):

16 Kommentare zu “(Wirkungslose) Alternativen Spezial – Infopathietherapie

  1. Ein großes Lob,
    auf Ihre Standhaftigkeit, das zu belustigende Publikum,
    über dieses ESO-Industrielle Kasperletheater weiterhin ohne
    Lachmuskelquantennanoschaumschaumkollaps zu informieren.

    Weiter so . . . M.

  2. Dem Lob schließe ich mich an. Ordentlich recherchiert, gut geschrieben – auf die Texte werde ich noch oft verlinken, wenn mal wieder irgendwo entsprechende Diskussionen laufen. Danke.

  3. Also zufällig habe ich besagte Schwermetalle durch Amalgamfüllungen sowie auch dadurch das veränderte Blutmilieu und demzufolge auch Candida! Das nachgewiesen zu bekommen war ein Akt!!! Daher ist nicht alles totaler Quatsch und lustig ist das Leben damit auch nicht. Über pendeln kann man denken was man will aber Bentonit und Zeolithe helfen bei der Ausleitung von Giftstoffen. Das weiß man auch aus der Tierwelt! Also wenn man keine Ahnung hat, einfach mal …! Übrigens hatte Herr Scheller vor über 10 Jahren selbst Krebs und auch zuvor eine Schwermetallvergiftung. Es gibt im Kreise der Heilpraktiker vielfach mehr echte Heilerfolge als in der Schulmedizin! Tatsache.

    1. Ja, was für ein unglaublicher Zufall, nicht wahr? Die Amalgamfüllungen stecken vermutlich in deinen Zähnen, aber wenn diese tatsächlich Auswirkungen auf deinen Körper haben, lässt sich ein erhöhter Quecksilberwert im Blut problemlos nachweisen. Allerdings kamen inzwischen schon die verschiedensten Studien zu der Erkenntnis, dass eine Gefährdung durch Amalgam nur im „Worst Case“ zu befürchten sei. Zumal wir durch unsere Nahrung ohnehin viel mehr Quecksilber aufnehmen.

      Bentonit und Zeolithe sind auch interessante Stoffe. Bentonit ist ein Gemisch aus verschiedenen Mineralien, allen Voran Montmorillonit, das z.B. gegen Durchfall eingesetzt wird. Bentonit wird auch von der Pharmaindustrie genutzt, um Medikamente länger haltbar zu machen. Es wird von richtigen Medizinern auch zur Entgiftung eingesetzt, unterliegt allerdings den selben Nebenwirkungen, wie andere Chelate (was das ist, steht im übernächsten Abschnitt).
      Zeolithe sind in der richtigen Medizin Stoffe, die genutzt werden um z.B. reinen Sauerstoff für diverse Anwendungen zu filtern, werden in Verbindung mit anderen Stoffen auch bei schweren Wunden zur Blutgerinnung genutzt, und tatsächlich wird es – wie die anderen Chelate, inklusive der Nebenwirkungen – auch als Mittel gegen Schwermetallvergiftungen eingesetzt. Es wirkt am besten gegen Quecksilber und Blei und wird von richtigen Ärzten ausschließlich dann angewandt, wenn eine nachweisbare SchwermetallVERGIFTUNG vorliegt, bei der sich die Metalle bereits im Fett- und Knochengewebe angereichert haben. Das hat mit der „Ausleitung“ der Heilpraktiker rein gar nichts zu tun.
      Ich frage mich, wie die Esoterikszene reagieren würde, wenn sie wüsste, dass Zeolithe aus Silikat- und Aluminiumverbindungen bestehen…

      Candida albicans ist, wie ich auch im Text geschrieben habe, ein Pilz, den die Meisten von uns (3/4 der Bevölkerung) in uns tragen und dessen Anwesenheit im Körper hat rein gar nichts mit irgendwelchen „Blutmilieus“ zu tun (wobei ich noch immer keine Erklärung finden konnte, was ein Blutmilieu eigentlich sein soll).

      Sollte es tatsächlich mal dazu kommen, dass erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen wie Quecksilber im Körper auftreten, gibt es tatsächlich die Möglichkeit, diese Schwermetalle aus dem Körper zu „leiten“. Dabei verwendet man Stoffe, die man als „Chelate“ bezeichnet und die mittels einer nachgewiesenen, chemischen Reaktion die Schwermetallansammlungen aus dem Körper entfernen – leider häufig mit der Nebenwirkung, dass auch wichtige Spurenelemente am Ende über den Urin ausgeschieden werden, was zu schweren Körperlichen Reaktionen wie Krampfanfällen führen kann, wenn die Therapie nicht unter ärztlicher Aufsicht erfolgt. Diese Form von Medikation hat NICHTS mit der Art von „Ausleitung von Schwermetallen“ zu tun, wie sie zum Beispiel vom Zentrum der Gesundheit immer wieder angepriesen wird. Die Verwenden Dinge wie Bärlauch, oder Koriander und bleiben bis heute eine Erklärung für die angebliche Wirksamkeit dieser Stoffe schuldig. Aber auch die Verwendung von Chelaten wird dort empfohlen, ohne einen Hinweis darauf, welche Gefahren bei unsachgemäßer Anwendung solcher Stoffe drohen.
      Über die Unsinnigkeit dieser „Ausleitung“ von Stoffen, die ohnehin nicht in bedenklichen Mengen im Körper vorkommen, bzw. durch Nahrungsmittel jeden Tag aufs Neue aufgenommen werden, rede ich gar nicht erst.

      Was Scheller und seinen „Krebs“ angeht, bin ich mir sicher, dass er sich bestimmt selbst davon befreit hat, hm?

      Und dass Heilpraktiker mehr Heilerfolge vorzuweisen hätten, als richtige Ärzte ist einfach nur eine blanke Lüge, aber keine Tatsache.

  4. Zudem noch ein Nachtrag: Symbionten sind nicht die Parasiten oder Pilze sondern tragen im Körper zur Selbstheilung bei!!! Dazu kann man das entsprechende Video auf you Tube angeschauen.

  5. „Im Dunkelfeldmikroskop kann man Vorgänge im Blut erkennen, die in der Schulmedizin oft unbeachtet bleiben. Ekkehard Scheller unterhält sich mit Jo Conrad über Symbionten, die mit uns zusammenarbeiten.“

    Zitat bitte richtig recherchieren

  6. Zum Thema Schwermetallvergiftung, ich habe eine nachgewiesene Schwermetallvergiftung, ich musste mir daher 3 Zähne ziehen lassen und das im Frontzahnbereich, ich habe auch eine Entgiftung mit Chlorella gemacht und evt. müssen besagte Chelate folgen. Über Jahre sammeln sich heute hochgiftige Schwermetalle wie Amalgam im Fettgewebe an. Insoweit richtig, der Körper schützt sich und das Blut damit – wobei wir beim Milieu wären – selbst vor einer Vergiftung! Das ist bei einer normalen Blutprobe nicht zu finden. Erst über die Chelatgabe und Analyse der Ausscheidung über den Urin! Ich habe Candida im Darm, Mund und weiteren Bereichen. Ein gesunder Mensch mit gesundem Blut hat dies Nie in dieser Menge und mit den entsprechenden Symptomen. Ich für meinen Teil weiß heute aus eigener Erfahrung, dass das nicht alles Humbug ist. Wohl dem der nie krank wird oder sich der Schulmedizin verantworten muss. Die meisten Krebskranken überleben diese Therapie nämlich nicht oder nur mit bleibenden Einschränkungen. Es gibt natürlich immer Ausnahmen auf beiden Seiten! Würde sich die moderne Medizin (Pharmaindustrie) weniger dem Geld/Gewinn durch leider oft auch unnötige Medikamente und mehr dem Menschen verschreiben, bräuchte man auch keine Alternativen zu suchen!

    1. Gut, dann sind die Symbionten halt friedlich, bis wir versuchen, sie mit Antibiotika zu behandeln, woraufhin sie böse werden. Mein Fehler. Trotzdem Unsinn, da es keinen Nachweis dieser Symbionten gibt, sowie keine wissenschaftlich haltbare Erklärung, was sie tun, wieso sie mutieren und wieso sie dann für den Körper schlecht sein sollen.
      Darüber, dass das Dunkelfeldmikroskop gar nicht funktioniert und auch jede Erklärung für eine angebliche Funktionsweise fehlt, müssen wir vermutlich nicht noch reden?

      Bei nachgewiesenen Schwermetallvergiftungen verlassen wir das Feld der Esoterik ja zum Glück relativ schnell. Und dass es Menschen gibt, die an C. albicans erkranken, bestreitet vermutlich niemand. Aber die Entgiftung mittels einer Alge hätte ich trotzdem übersprungen und mich direkt nachgewiesenen Präparaten zugewandt.
      Die Anreicherung in Fett- und Knochengewebe passiert bei Schwermetallen ohne Zutun des Körpers, da insbesondere metallorganische Verbindungen im Körper ziemlich viele, willige Reaktionspartner finden. Zudem behindern solche Verbindungen auch gerne die Immunantwort, sodass ein Eingreifen von außen nötig wird.
      Man findet auch durchaus erhöhte Blutwerte. Insbesondere bei Patienten mit Quecksilber im Körper. Es gibt sogar Untersuchungen des Speichels und der Haarwurzel (auch wenn diese als stark fehleranfällig gelten und deswegen nicht empfohlen werden).
      Was letztendlich eine Erkrankung mit Candida Albicans auslöst, ist unterschiedlich. Wie ich auch schon in dem Text geschrieben habe, gibt es viele Faktoren, die so eine Erkrankung auslösen können. Wichtig ist, dass das Immunsystem geschwächt wird. Inwiefern eine Schwermetallvergiftung das Immunsystem so stark schwächt, vermag ich nicht zu sagen. Allerdings kann sowohl so eine Vergiftung, als auch eine Erkrankung mit Candida Albicans erfolgreich behandelt werden. Bei Candida Albicans (einem Hefepilz) werden dazu Antimykotika verabreicht.
      Aber ja, Schadstoffe, die im Blut zirkulieren, sind meist wirklich Hinweise darauf, dass mit dem Körper etwas nicht stimmt – sofern sie diese Stoffe in bestimmten Mengen auftreten. Aber bisher ist nichts davon ein Hinweis darauf, dass die esoterischen Methoden von Scheller und den Konsorten hier irgendeine Wirkung haben.

      Die meisten Krebspatienten überleben ihre Erkrankung und können danach ein mehr oder weniger normales Leben führen. Und von Jahr zu Jahr bessern sich die Prognosen für unterschiedlichste Krebserkrankungen, da die Medizin sich ständig verbessert und effizienter wird.
      Dass die Pharmaindustrie Gewinnorientiert ist, bestreitet niemand, dafür gibt es aber kompetente und gewissenhafte Ärzte, die das Wohl des Patienten im Blick haben sollten. Scheller und andere Esoteriker bieten ihre magischen Kräfte vermutlich umsonst an und wollen keinen Gewinn damit erwirtschaften, oder? Sonst wäre das Pharma-Bashing nämlich ein wenig bigot.

  7. Ich hätte früher vermutlich ähnlich reagiert und darüber gelacht. Heute weiß ich in dieser Hinsicht einfach, dass eine schwerwiegende Erkrankung (Krebs, Autoimmun wie Multiple Sklerose usw.) vollkommen heilbar sein kann, und das nur mit eigener Kraft und der Hilfe von Fachleuten, die ebenfalls aus bestimmten Beweggründen (Krankheitsfälle innerhalb ihrer Familie) entschieden haben wirklich zu helfen. Es gibt auch Forschungen, dass Fasten vor einer Chemotherapie hilft das ganze besser zu überstehen. Das wurde nun sogar schon in der Krebstherapie der Schulmedizin erfolgreich übernommenen. (Amerika)

    1. Trotzdem gibt es keinen Nachweis dafür, dass die Methoden der Esoteriker wirken. Im Gegenteil, diese Behauptungen wurden häufig genug widerlegt.
      Und Multiple Sklerose, sowie die meisten Autoimmunerkrankungen sind nicht heilbar. Lediglich behandelbar, und mit moderner, evidenzbasierter Medizin irgendwann vielleicht wirklich heilbar. Und wenn der Tag irgendwann kommen sollte, dann ist das moderner Medizin und der Arbeit richtiger Wissenschaftler zu verdanken, aber nicht der, irgendwelcher Heilpraktiker, die solche Behauptungen aufstellen

  8. Simbionten werden nicht behandelt, sondern aktiviert, sie sind sozusagen die Guten – die uns helfen sollen gegen die Parasiten bzw. Pilze (Borreliose und Candida) sie sollen mithilfe der Infophatie dazu aktiviert werden sich von innen heraus gegen den Pilz zu wehren. Wie gesagt ich habe mir das Video auf you Tube abgeschaut und so ist es auch gemeint! Ob das so funktioniert muss der beurteilen, der sich bewusst dafür entscheidet. Ich würde mich darauf auch nicht zwingend verlassen. Ob Herr Scheller sich selbst geheilt hat, ich nehme an mit den oben erwähnten Therapien. Trotzdem ist er laut seiner Praxis- Website letztes Jahr verstorben. Damit Ende ich mal und wünsche jedem gute Gesundheit. Das weiß man leider nämlich erst zu schätzen wenn man es nicht mehr als selbstverständlich betrachtet. LG

  9. Wie ich weiter oben schon geantwortet habe, gibt es keinerlei Nachweis für Symbionten, oder die Wirkung, bzw. die Funktionsweise der Infopathietherapie. Lediglich die Aussagen von Scheller, der damit ordentlich Geld gemacht haben dürfte. Er hat es vermieden, auch nur irgendeinen Nachweis für seine Behauptungen zu erbringen. Weil es keinen Nachweis geben kann.
    Und ob es funktioniert, muss nicht derjenige beurteilen, der sich behandeln lässt, sondern derjenige, der behauptet, helfen zu können. Wer etwas behauptet, hat diese Behauptung zu belegen. Dafür hat man die wissenschaftliche Methodik erschaffen, um herauszufinden, ob eine Behauptung wahr ist, oder nicht.
    Dass Scheller gestorben ist, war auch mir neu, das tut mir tatsächlich leid, obgleich ich ihn wegen seiner Geschäftemacherei wirklich nicht ausstehen kann. Ein Verlust ist immer traurig.

    Die Wünsche nach guter Gesundheit kann ich nur zurückgeben. Auf ein langes, beschwerdefreies Leben. Mögen uns allen, wenn die Dinge ernst werden, immer richtige Mediziner zur Seite stehen, die uns retten und nicht nur Heilung versprechen.

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